Friedrich Merz (CDU) steckt in einer echten Krise: Laut einer aktuellen Insa-Umfrage für die Bild-Zeitung sind 62 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden – ein neuer Rekord, der um drei Prozentpunkte höher liegt als in der Vorwoche. Nur noch 26 Prozent geben dem Kanzler ein positives Zeugnis. Selbst unter Unionsanhängern wächst die Skepsis: 32 Prozent sind nun unzufrieden mit Merz, 38 Prozent mit der Regierung insgesamt.Anfang Juni schien Merz kurzzeitig Aufwind zu haben, doch seitdem geht’s steil bergab. Jetzt hat er ein historisches Tief erreicht. Auch die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD verliert weiter an Zuspruch: 65 Prozent der Befragten kritisieren die Arbeit der Bundesregierung, nur 23 Prozent stehen noch hinter ihr. Die schwarz-rote Allianz würde bei einer hypothetischen Wahl nur auf 40 Prozent kommen – weit entfernt von einer Mehrheit.

Verglichen mit der Umfrage vom 9. September 2025 hat sich die Stimmung weiter verdüstert: Die Kritikerquote steigt erneut, und die Union rutscht auf 25 Prozent ab – erstmals überholt von der AfD mit 27 Prozent. Für Merz und sein Kabinett ist das ein Alarmzeichen: Es gelingt ihnen nicht, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Viele sehen keinen spürbaren Politikwechsel, den Merz im Mai versprochen hatte – 60 Prozent der Befragten bestätigen das.

Die Zahlen kommen zu einem brisanten Zeitpunkt, kurz vor der entscheidenden politischen Herbstphase. Während die AfD in den Umfragen zulegt und mit der Union rechnerisch eine Mehrheit von 51 Prozent erreichen würde (obwohl die CDU/CSU eine Zusammenarbeit ablehnt), scheint die Regierung in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr an Boden zu verlieren. Auf X (ehemals Twitter) kocht die Debatte hoch: Nutzer spotten über Merz‘ „Projekt 9 Prozent“ für die AfD, das scheinbar grandios scheitert, und nennen es eine „heftige Klatsche“ für die Union. Insa-Chef Hermann Binkert fasst es treffend zusammen: „Das Ergebnis spiegelt die Unzufriedenheit mit Schwarz-Rot.“

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